Darwin's Cat
Friedman IR-X

Friedman IR-X

Was ist der Friedman IR-X

Der Friedman IR-X ist ein zweikanaliger, vollständig röhrenbestückter Preamp mit eingebauter Cabinet-Simulation. Zwei 12AX7-Röhren. 200V Anodenspannung — kein „Starved Plate" Design wie bei billigen Röhrenpedalen, sondern Röhren, die unter korrekter Spannung arbeiten wie in einem echten Verstärker. Dieselben Schaltungen, die Dave Friedman seit über 20 Jahren für die Top-Gitarristen von Los Angeles baut.

Zwei Kanäle, zwei Charaktere

Channel 1 — von kristallklar bis zum Anzerren an der Grenze zum Breakup. Der BRIGHT-Schalter (3-stufig) formt die Höhen: aus für warme Töne, an für das typische Friedman-Funkeln.

Channel 2 — High-Gain-Territorium. Vom klassischen Rock-Crunch bis zur modernen Metal-Sättigung. Der TIGHT-Schalter strafft die Bässe für präzise Palm Mutes.

BOOST — zusätzliche Gain-Stufe über beiden Kanälen. Für Soli oder wenn man mehr braucht.

Architektur

Bis zur SEND-Buchse — ein vollwertiger Röhren-Preamp mit zwei Kanälen, 3-Band-EQ und BRIGHT/TIGHT-Schaltern.

Nach der RETURN-Buchse — ein 96 kHz Endstufen-Simulator (mit PRESENCE und THUMP zur Formung des Endstufen-Charakters) und Cabinet/Mikrofon-Simulation.

Zwischen SEND und RETURN kann man einen Effekt-Loop einschleifen. Oder den IR-X nur als Preamp nutzen (SEND in ein echtes Cabinet), oder nur als IR-Prozessor (externer Preamp in RETURN).

Einsatz

Der IR-X wurde als kompletter Verstärker-Ersatz konzipiert:

  • Studio — symmetrischer Ausgang direkt ins Interface. Zwei Spuren gleichzeitig aufnehmen: BALANCED OUT mit IR und SEND ohne — für Reamping oder Bearbeitung mit anderem IR in der DAW.

  • Live — BALANCED OUT ins Mischpult, SEND in den eigenen Bühnen-Amp. Stabiler Sound im Saal und gewohntes Monitoring.

  • Probe — Kopfhörerausgang. Voller Röhren-Sound.

  • Pedalboard — passt aufs Board, ersetzt den Verstärker.

Cabinet-Simulation

18 Impulsantworten von Friedman und OwnHammer. Jeder Kanal hat 3 IR-Slots. Eigene WAV-Dateien (44,1–96 kHz) per USB laden.

Die IR-Sektion ist abschaltbar — der IR-X kann als reiner Röhren-Preamp in ein echtes Cabinet oder mit externen IR-Prozessoren verwendet werden.

Presets

128 MIDI-programmierbare Presets. Jedes speichert: Kanal, Boost-Status, FX-Loop-Status, IR-Auswahl pro Kanal. PRESENCE- und THUMP-Einstellungen nur über Software.

Der IR-X reagiert hervorragend auf den Gitarren-Volumeregler — zurückdrehen und der Overdrive verschwindet, der Ton wird clean. Das ist das Friedman-Markenzeichen.

Meine Eindrücke

Ich habe auch einen Quad Cortex und Fender Tone Master Pro. Großartige Prozessoren, keine Beschwerden über den Sound. Aber unter den Fingern — da ist ein Unterschied. Röhren reagieren anders auf Dynamik, der Sound atmet. Gitarren-Volume zurückdrehen — der Overdrive geht sanft in Clean über. Bei Prozessoren funktioniert das auch, aber irgendwie…​ mechanisch? Oder ich rede mir das ein — keine Ahnung. Aber durch den IR-X zu spielen macht einfach mehr Spaß, das ist Fakt.

Wenn ich mir eine Solo-Gitarrenaufnahme anhöre — ehrlich, ich höre keinen Unterschied. Hab Tracks nebeneinander gestellt: IR-X, Quad Cortex, Plugins — keine Chance zu unterscheiden was was ist. Und ich denke, das ist kein Bug, sondern ein Feature. Gute Prozessoren modellieren heute alles: Obertöne, Power Supply Sag, sogar die Interaktion der Verstärkerstufen. Profis können sie in Blindtests nicht unterscheiden. Ich kann den aufgenommenen IR-X auch nicht von seiner eingefangenen Impulsantwort unterscheiden, wenn ich Solo höre. Aber im Mix — da ist alles anders. Ich räume ein, dass das Placebo sein könnte.

Aber! Wenn die Gitarre im Mix sitzt — da wird’s interessant. Weniger Matsch in den Bässen, geht nicht im Brei unter, verdeckt nicht den Gesang. Besonders hörbar bei gedoppelten Rhythmus-Gitarren — sie sitzen einfach an ihrem Platz und verschmieren nicht. Mit Prozessoren musste ich mit dem EQ nacharbeiten, Resonanzen rausschneiden — aber hier klingt es sofort richtig.

Warum? Ich glaube nicht, dass es Röhren-Magie ist. Der IR-X ist einfach gut konstruiert — liefert sofort ein Signal mit dem richtigen Spektrum, mit organisierten Obertönen, ohne Müll der später im Mix auftaucht. Vielleicht schafft der Quad Cortex mit den richtigen Einstellungen dasselbe. Aber der IR-X macht das out of the box, ohne Menü-Diving.

Solo — wahrscheinlich Placebo. Spielgefühl — nicht. Mix — sieht nach guter Ingenieursarbeit aus, nicht nach Röhren-Magie.

IR-Bibliothek

Der IR-X kommt mit 18 Cabinet-Impulsantworten — ein Mix aus Friedmans eigenen Captures und Kollaborationen mit OwnHammer. Man kann eigene laden, aber die mitgelieferten sind wirklich gut — ich hab jede Menge Drittanbieter-IRs probiert und bin zu den originalen zurückgekehrt.

Hier mein Spickzettel — welcher IR für was:

Name Beschreibung Profil

6402 57 121 (MAIN)

Daves ikonisches Bare-Wood-Cabinet. Stammt von einer Rock-Ikone der 70er, war schon damals im charakteristischen „nackten" Look. Sehr resonant und lebendig, bestückt mit vier seltenen 6402 Greenback Speakern aus den 1990ern. Dieses Cabinet war von Anfang an an Daves Seite und wurde Teil des „Rezepts" für das Voicing seiner Amps. Aufgenommen mit SM57 und R-121 Kombination für Balance zwischen Durchsetzung und Fülle.

STUDIO OD DIST CLASSIC

V30 (MAIN)

Friedman 4x12 — geschlossenes Cabinet aus baltischer Birke mit Nut-und-Feder-Konstruktion. Straffe Bässe, große Mitten, ausgewogene Höhen. Der Celestion Vintage 30 Sound ist praktisch zum Standard des modernen Gitarrensounds geworden. In diesem Cabinet — kraftvoller Punch unten und genau die richtige Durchsetzungskraft. Aufgenommen mit einzelnem SM57 und API Preamp für einen puren, punchigen Sound.

LIVE OD DIST AGGR MODERN

1984B V30 GB (MAIN)

Seltenes britisches 4x12 aus der Rock-Ära der 80er. Das 1984B „Bass" Cabinet hat British Greenback oben und V30 unten. Die Kombination der Speaker und sorgfältiges Mikrofon-Blending ergibt einen riesigen Ton: massive Bässe und schneidende Höhen.

STUDIO CLEAN OD DIST BRIDGE

1960 GREEN 5757121

Das klassische 1960B Cabinet aus den 80ern. Bestückt mit 20W British Greenbacks — ein sehr erkennbarer Charakter, der von 80er Rock bis zu modernerem Rock gut funktioniert. Aufgenommen mit zwei SM57 auf zwei Speakern plus R-121 für Fülle. Alles durch API Preamps mit leichtem EQ zur Betonung der Präsenz.

STUDIO CLEAN OD DIST BRIDGE

DS112 57 1973

Friedman Dirty Shirley 1x12 Open-Back mit G12-50GL Speaker. Detaillierte Höhen und offeneres, luftigeres Ansprache in Bässen und Mitten. Ausgezeichnete Wahl für cleane Sounds oder bluesigen Charakter. Aufgenommen mit SM57 und Soyuz 1973 Mikrofonen durch API Preamps.

STUDIO CLEAN EDGE OD CLASSIC

BLACK 57 160

Daves Vintage 4x12 mit kariertem Grillstoff. Celestion G12H-30 „Black Back" 55Hz 30W Speaker. Klanglich sehr muskulös — großartig für Heavy Rock, aber mit einer warmen Färbung, die wunderbar für Strat-Sounds funktioniert. Aufgenommen mit SM57 und Bändchen-M160 Kombination.

STUDIO CLEAN OD DIST CLASSIC

GREEN

Die Friedman 4x12 setzt den Standard für Rock-Cabinets. Der 16-Ohm Celestion G12M-25 Greenback liefert klassische Tonalität, die perfekt in eine Band sitzt. Aufgenommen mit einzelnem SM57 und API Preamp für puren, punchigen Sound.

LIVE CLEAN OD DIST CLASSIC

6402 57

Dave Friedmans Lieblings-Bare-Wood-4x12. Das Haupt-Arbeitscabinet, das von Anfang an für das Voicing von Amps verwendet wurde. Vier 6402 Greenback Speaker. Aufgenommen mit einzelnem SM57 für puren, punchigen Sound.

LIVE OD DIST CLASSIC

65W 57121

Aufgenommen vom klassischen 1960B Cabinet. Der Vintage G12-65 mit seiner charakteristischen großen Staubschutzkappe liefert fetten, warmen Ton und straffe Bässe. Aufgenommen mit SM57 und R-121 Kombination.

STUDIO CLEAN OD DIST CLASSIC

CREAM65 57121

Aufgenommen von einem makellosen britischen 1960A 4x12 aus den 80ern mit neuem Celestion Creamback 65W Speaker. Phasenausgerichtetes SM57 und R-121 Paar auf einem Speaker. Ausgewogener Ton mit leichtem Vintage-Touch.

STUDIO CLEAN OD DIST BRIDGE

EV12L 57121

Der Vintage EV12L ist charakterlich fast das Gegenteil moderner Speaker, liefert aber gleichermaßen perfekt ausgewogene Cleans und vernichtende Rock/Metal-Sounds. SM57 und R-121 Kombination fängt den sanften Charakter dieses Vintage-12-Zöllers in einem sehr großen geschlossenen 2x12 Cabinet ein.

STUDIO CLEAN DIST AGGR NEUTRAL

MESRECT V30 57421

Die ikonische Kombination aus Vintage 30 Speaker und Oversized-Cabinet wurde schnell zu einem Grundpfeiler schwerer Musik. Funktioniert gleichermaßen gut für vollmundige Cleans und übersteuerte Sounds. Bei hoher Lautstärke mit SM57 und MD-421 Mikrofonen aufgenommen.

STUDIO CLEAN DIST AGGR MODERN

GREEN+V30 MIX 5757121

Eine von Friedmans Lieblingskombinationen — zwei Greenback und zwei V30 in einem 4x12. Blend dieser beiden Speaker-Typen: je ein SM57 auf jedem, plus zusätzlich R-121 auf dem V30 für mehr Fülle.

STUDIO CLEAN OD DIST BRIDGE

OH BE-412 M6402

16 Ohm, Celestion G12M-75 mit 6402 Konus, Baujahr 1989. Aufgenommen im Friedman BE-412 Cabinet von Kevin Rou bei OwnHammer. Shure SM57 und Sennheiser MD421 Mikrofone durch API 312 Preamps aus Mitte-Ende der 1970er.

STUDIO OD DIST BRIDGE

OH BE-412 M75BB

16 Ohm, Celestion „Black Back" G12M-75 mit 1777 Konus, Baujahr 1975. Aufgenommen im Friedman BE-412 Cabinet von Kevin Rou bei OwnHammer. Shure SM57 und Sennheiser MD421 Mikrofone durch API 312 Preamps aus Mitte-Ende der 1970er.

STUDIO OD DIST CLASSIC

OH BE-412 EV12L

8 Ohm, Electro Voice EVM-12L, Baujahr 1989. Aufgenommen im Friedman BE-412 Cabinet von Kevin Rou bei OwnHammer. Shure SM57, Sennheiser MD421 und Royer 121 Mikrofone durch API 312 Preamps aus Mitte-Ende der 1970er.

STUDIO CLEAN DIST AGGR NEUTRAL

OH BE-412 V30EN

16 Ohm, Celestion Vintage 30 mit 444 Konus, Baujahr 1999. Aufgenommen im Friedman BE-412 Cabinet von Kevin Rou bei OwnHammer. Shure SM57 und Sennheiser MD421 Mikrofone durch API 312 Preamps aus Mitte-Ende der 1970er.

STUDIO OD DIST AGGR MODERN

OH BE-412 M25EN

16 Ohm, Celestion G12M-75 mit 1777 Konus, Baujahr 2003. Aufgenommen im Friedman BE-412 Cabinet von Kevin Rou bei OwnHammer. Shure SM57 und Sennheiser MD421 Mikrofone durch API 312 Preamps aus Mitte-Ende der 1970er.

STUDIO CLEAN OD DIST CLASSIC

Profil-Tag Legende

Einsatz

  • LIVE — einfacher, schneller und vorhersehbarer für Live; meist direkterer und „punchigerer" IR

  • STUDIO — mehr „zusammengestellt" und aufnahme-/mixfertig; öfter mehrmikrofoniert oder komplexer in der Textur

  • BOTH — gleichermaßen passend für beides

Gain-Bereich

  • CLEAN — entfaltet sich am besten clean

  • EDGE — Edge of Breakup, leichter Crunch an der Grenze zwischen clean und übersteuert

  • OD — Overdrive, mitteldichter Rock-Overdrive

  • DIST — ausgewachsene Distortion

  • AGGR — aggressiverer, dichter Hi-Gain

Klangcharakter

  • CLASSIC — eher Vintage, vertrauter Rock-Charakter

  • BRIDGE — Zwischenvariante zwischen Klassik und Modern

  • MODERN — moderner, dichter, fokussierter Charakter

  • NEUTRAL — weniger gefärbt, weniger „typisch Vintage"

Anmerkungen

  • Die Bewertungen in der Spalte „Profil" sind praktische Interpretationen basierend auf Beschreibungen und typischen Eigenschaften dieser Cabinets/Speaker.

  • Für OH BE-412 M25EN enthält der Preset-Name „M25EN", während die Beschreibung „G12M-75’s" nennt. Die Tabelle behält den Originaltext bei.

Glossar

Begriffe aus den IR-Beschreibungen und was sie tatsächlich bedeuten.

Cabinet-Begriffe

Begriff Bedeutung

IR (Impulse Response)

Impulsantwort — ein Abdruck des Klangs eines Cabinets, Speakers, Mikrofons und deren Positionierung. Die Faltung mit dieser Datei lässt das Signal so klingen, als wäre es durch dieses Cabinet gelaufen. Beeinflusst den Ton manchmal stärker als der Preamp selbst.

cab / cabinet

Gitarren-Cabinet — ein Gehäuse mit Speakern. Formt den Charakter von Bässen, Mitten, Höhen und die Ansprache.

4x12 / 2x12 / 1x12

Cabinet-Format: Anzahl Speaker × Größe. 4x12 = größer und massiver, 1x12 = kompakter und leichter im Sound.

closed back

Geschlossene Rückwand. Normalerweise straffere Bässe, mehr Fokus, mehr Punch.

open back

Offene Rückwand. Normalerweise luftiger, weniger fokussierte Bässe, mehr „Raum".

oversized cab

Vergrößertes Gehäuse. Gibt oft mehr Volumen, Bass und „Masse".

bare wood

Unlackiertes/unbehandeltes Holz. Deutet manchmal auf lebendigere Gehäuse-Resonanz hin.

Baltic birch

Baltische Birke — Gehäusematerial. Steifes und beliebtes Material für gute Cabinets.

tongue and groove construction

Nut-und-Feder-Konstruktion. Stabiles Gehäuse, weniger parasitäre Resonanzen, gute Resonanzkontrolle.

Speaker-Begriffe

Begriff Bedeutung

speaker

Gitarrenlautsprecher — eine der Hauptquellen des Klangcharakters.

Greenback

Klassischer Celestion Speaker-Typ. Normalerweise Vintage-artigere Mitten, weichere Höhen, klassischer Rock-Charakter.

Vintage 30 / V30

Moderner Rock-Klassiker unter den Speakern. Dichte Mitten, gute Durchsetzung, oft moderner und aggressiver als Greenback.

Creamback 65

Moderner Speaker mit Vintage-Einschlag. Oft eine Balance zwischen Vintage-Musikalität und mehr Power/Ausgeglichenheit.

EV12L / EVM-12L

Electro-Voice EVM-12L. Sehr ausgeglichen, kraftvoll, breit, weniger „typisch Celestion" im Charakter.

Black Back

Vintage Celestion-Variante. Normalerweise assoziiert mit älterem, dichterem, fleischigerem britischen Sound.

55Hz speakers

Speaker-Version mit 55 Hz Bass-Resonanz. Wird oft als fetter und tiefer im Bass wahrgenommen.

dust cap

Staubschutzkappe — die zentrale Kappe der Membran. Größe und Konstruktion beeinflussen Höhen und Attack.

cone 6402 / 1777 / 444

Celestion Konus-Typ-Kennzeichnung. Beeinflusst Klangnuancen. 6402 = 1990er Neuauflage, 1777 = 1970er Vintage, 444 = späte 1990er V30.

Klang-Begriffe

Begriff Bedeutung

resonant

Das Gehäuse reagiert aktiv. Der Sound fühlt sich nicht tot an, sondern „lebendig".

lively

Bewegung und Leben in der Ansprache. Der Ton ist nicht flach, es gibt ein Gefühl von Response und Atmung.

voicing his amps

Abstimmung des finalen Amp-Charakters. Das Cabinet wurde als Referenz bei der Entwicklung des Amp-Tons verwendet.

tight bottom end

Straffer, kontrollierter Bass. Der Bass matscht nicht und dröhnt nicht.

big bottom

Großer, massiver Bass. Viel Masse im Tiefenbereich.

big midrange

Ausgeprägte, reiche Mitten. Die Gitarre setzt sich gut in der Band durch.

top end

Hochfrequenzbereich. Zuständig für Brillanz, Luft, Biss, Präsenz.

balanced top end

Ausgeglichene Höhen. Weder zu dunkel noch zu hell.

detailed top end

Detaillierte Höhen. Nuancen von Attack und Klangstruktur sind gut hörbar.

airy bass and mid response

Offenere, luftigere Ansprache in Bässen und Mitten. Nicht über „Fett", sondern über freies Atmen des Frequenzbereichs.

cut

Durchsetzungsfähigkeit im Mix. Hilft der Gitarre, zwischen Drums und Bass hörbar zu sein.

cutting top end

Schneidende, durchsetzungsstarke Höhen. Nützlich für Rock-Rhythmus und Lesbarkeit.

body

Fülle / Fleisch / Volumen. Gibt ein Gefühl von Masse und Klangfülle.

fill out the body of the sound

Dem Sound Fülle hinzufügen, den Klang weniger dünn machen. Normalerweise verstärkt ein Bändchenmikrofon oder zweites Mic die Bässe/tiefen Mitten.

presence

Präsenz — die Zone der Lesbarkeit und des „Nach-vorne-Tretens". Hilft dem Sound, im Mix nach vorne zu treten.

punchy

Punchig / schlagkräftig. Der Sound wirkt schnell und energisch.

thump

Kraftvoller Tieffrequenz-Stoß. Das Gefühl von Schlag bei Palm Mutes und schweren Riffs.

pure punchy sound

Reiner punchiger Sound. Minimal verzierter Sound mit Fokus auf Attack. Normalerweise einfacher SM57-Capture, gut für schnelle Ergebnisse.

balanced tone

Ausgewogener Ton. Nichts sticht stark hervor. Bequeme Basis für verschiedene Stile und Mix.

classic tonality

Klassische Tonalität. Erkennbarer alter Rock-Charakter, häufiger assoziiert mit Vintage britischen Cabinets/Speakern.

modern guitar sound

Moderner Gitarrensound. Neuerer Rock/Metal-Standard. Dichter, aggressiver, fokussierter.

vintage vibes

Leichter Vintage-Vibe. Nicht vollständig Old-School, aber mit charakteristischem Hauch von Alter.

muscular sounding

Muskulöser Sound. Stark, dicht, mit Muskeln. Gut für Rock-Riffs und dichte Parts.

full bodied clean

Vollmundiger Clean-Sound. Clean nicht dünn, sondern satt. Nützlich, wenn Clean groß und nicht leer sein soll.

dirty tones

Schmutzige / übersteuerte Sounds. Normalerweise von Crunch bis Distortion.

crushing rock and metal tones

Vernichtende Rock- und Metal-Sounds. Sehr kraftvolle schwere Töne, impliziert gutes Hi-Gain-Potenzial.

bluesy sound

Bluesiger Einschlag. Oft weicher, wärmer und weniger aggressiv als moderner Hi-Gain.

sings

Singt, trägt musikalisch. Oft über angenehme Mitten und singende Leads.

massive sound

Massiver Sound. Viel Volumen, Gewicht und Größe.

sit perfectly in a band

Sitzt perfekt in der Band / im Mix. Nicht unbedingt der schönste Solo-Sound, aber sehr arbeitstüchtig im Song.

Mikrofon-Begriffe

Begriff Bedeutung

mic’d / captured with

Mit welchen Mikrofonen aufgenommen. Das ist eine Beschreibung nicht nur des Cabinets, sondern des spezifischen fertigen IR-Captures.

single SM57

Ein einzelnes SM57 Mikrofon. Normalerweise einfacher, direkter, trockener und schneller im Mix.

SM57 + R-121

Dynamisches + Bändchenmikrofon. Balanciert oft Durchsetzung und Fülle.

SM57 + MD421

Zwei klassische dynamische Mikrofone. Gibt oft ein dichtes, rockiges, Studio-Ergebnis.

SM57 + M160

Dynamisches + Bändchen. Fügt normalerweise Wärme hinzu und glättet die Höhen.

SM57 + Soyuz 1973

Dynamisches + Großmembran-Kondensator. Kann reicheren und offeneren Studio Clean/Edge-Sound liefern.

phase aligned

Phasenausgerichtet. Weniger Kammfilter und bessere Summe zweier Mikrofone.

API preamp / API 312

API / API 312 Studio-Preamp. Oft assoziiert mit schnellem, dichtem, rockigem Charakter.

captured at high volume

Bei hoher Lautstärke aufgenommen. Der Speaker ist normalerweise mehr „geöffnet", mehr Masse und natürliche Kompression.