Darwin's Cat
Kostenloser Cabinet-IR-Editor für Gitarre

Kostenloser Cabinet-IR-Editor für Gitarre

Bereite die Impulsantwort eines Gitarren-Cabinets direkt im Browser vor — ohne Upload auf einen Server, ohne Registrierung und ohne kostenpflichtige Limits. Analyse, Trim, Normalisierung, Mono-Konvertierung, HPF/LPF-Filter, Sample-Rate-Konvertierung, WAV-Export für jeden IR-Loader.

Dies ist ein Online-Cabinet IR Editor: Editor und Konverter für Gitarren-Impulsantworten, geeignet für Quad Cortex, Line 6 Helix, Strymon Iridium, BOSS IR-200, Walrus ACS1, Hotone Ampero II, ENGL Cabloader und Software-IR-Loader.

Der Hauptvorteil: du siehst nicht nur die Parameter des IR, sondern hörst sofort das Ergebnis mit einer DI-Gitarre — trockenes DI, durch das Original-IR und durch das bearbeitete IR, jeweils mit eigenem Pegelregler.

Die gesamte Verarbeitung läuft im Browser — deine Dateien verlassen ihn nie.

Schnellstart

  1. Ziehe eine WAV-Datei mit IR in die Drop-Zone.

  2. Wähle das Zielgerät (Quad Cortex / Helix / Iridium / IR-200 / ACS1 / Ampero II / Cabloader) oder bleibe im manuellen Modus.

  3. Aktiviere Stille-Trim und wähle bei Bedarf die IR-Länge.

  4. Höre über die DI-Gitarre vor (eigene Datei oder einen integrierten Sample).

  5. Lade das fertige WAV herunter — der Dateiname wird automatisch aus deinen Einstellungen gebildet.

Was ist ein Cabinet-IR und wozu brauchst du es

Eine Impulsantwort (Impulse Response, IR) eines Gitarren-Cabinets ist eine kurze Audioaufnahme (üblich 20–500 ms), die beschreibt, wie Lautsprecher, Cabinet, Mikrofon, dessen Position, Raum und Aufnahmekette zusammen auf einen Impuls reagieren. Anschließend führt jede Software oder jeder Hardware-IR-Loader eine Faltung (Convolution) deines trockenen Signals mit diesem IR durch — und aus einem nackten Preamp oder Prozessor wird ein Klang, als spielte die Gitarre durch ein echtes 4×12 V30, mit einem Shure SM57 etwa 2 cm vor der Staubkappe abgenommen.

In der Praxis: ein IR ist ein Schnappschuss von Cabinet und Mikrofon. Ein gutes IR-Pack bietet dieselbe Flexibilität wie ein realer Amp mit Mischer im Studio: Dutzende Lautsprecher, verschiedene Mikrofone, verschiedene Positionen — ohne Studioraum, akustische Behandlung und Lärm.

Moderne Modeler (Quad Cortex, Helix, Tone Master Pro, Iridium etc.) haben den IR-Block bereits in der Signalkette. Aber IRs aus fremden Bibliotheken passen selten perfekt zum eigenen Projekt:

  • Eines hat zu viel Bass, dröhnt und überdeckt die Bassgitarre.

  • Ein anderes „fizzt" oben bei Distortion.

  • Ein drittes ist Stereo, dein Gerät will Mono.

  • Ein viertes liegt bei 96 kHz, das Preset will 48.

  • Ein fünftes ist 5 Sekunden lang, weil es mit Raumhall aufgenommen wurde — und blockiert dir einen Slot in der Hardware.

Diese Utility löst all das mit ein paar Klicks.

Du hast ein Lieblings-Pedal, aber kein Cabinet? Das ist normal

Typische Heimsituation: dein Lieblings-Distortion, Overdrive oder Preamp-Pedal — Tube Screamer, V4 The Sheriff, Friedman BE-OD, JHS Andy Timmons, was auch immer. Du gehst direkt ins Interface, in die DAW — und es klingt hart, scharf, wie eine Säge. Besonders bei Distortion: die Gitarre wird zum Mücken-Pieps mit zischendem Schwanz, mit dem niemand etwas anfangen kann.

Der Grund: ohne Cabinet spielt nur ein nackter Tonabnehmer, der durch den Preamp läuft. Nach dem Preamp verändern Lautsprecher, Cabinet und Mikrofon den Charakter radikal: der Lautsprecher kappt physisch alles oberhalb 5–6 kHz (von dort kommt die „Schärfe"), bremst Rumpeln unter 80–100 Hz, fügt charakteristische Resonanzen hinzu. Ohne das setzt sich das Signal selten gut in den Mix — auch nicht mit dem besten EQ.

Ein echtes Cabinet zuhause aufzunehmen ist eine eigene Aufgabe:

  • Ein echtes 4×12-Cabinet plus Mikrofon passt nicht ins Zimmer.

  • Nachbarn teilen die Begeisterung um 23 Uhr nicht.

  • Cabinet-Aufnahmen sind eine eigene Kunst: Mikrofonposition, Phase, Raum, Akustik.

  • Einfache „Cabinet-Sim"-Plugins liefern nicht immer den Mikrofon- und Cabinet-Charakter, den ein konkreter Mix braucht.

Eine Impulsantwort löst das in einer Zeile: hänge einen IR-Loader (Software oder Hardware) hinter dein Pedal — und es klingt wie ein echtes, im Studio mikrofoniertes Cabinet. Die Schärfe geht weg, Körper und Charakter kommen. Ein und dasselbe IR liefert einen stabilen Cabinet-Anteil im Kopfhörer, auf den Monitoren und im Mix.

Wo bekommst du fertige IRs

Falls du noch keine eigenen IR-Packs hast — hier sind erprobte Quellen für den Einstieg. Alle unten sind legal kostenlos zugänglich, prüfe aber die Lizenz jedes einzelnen Packs vor kommerzieller Nutzung.

Quelle Inhalt Wofür

Origin Effects IR Cab Library

Brown Deluxe, Magnatone 213, Fender Twin JBL, Vox AC30, Fender 5E3 Tweed Deluxe

Bester kostenloser Einstieg für Combo / Open-Back-Charakter

Shift Line Guitar HD IR Pack 1 Free

Fender Deluxe Reverb, Vox AC30, Fender Bassman 4×10

Basis-Sound für Fender / Vox / Bassman

Celestion Free IR

Demo-Samples offizieller Celestion-IRs

Zum Verstehen, wie „echtes" Celestion klingt

Line 6 Allure Pack

Universelles Gitarren-Pack

Startpunkt für Helix / QC / TMP

Redwirez Free Marshall 1960A Greenback

Marshall 1960A Greenback

Closed-Back 4×12 für Rock — Kontrast zu Open-Back

TONE3000 und ToneHunt

Community-IRs + NAM

Seltene Varianten von Enthusiasten; Qualität schwankt

Für die meisten Aufgaben reichen die ersten beiden Packs. Lade sie herunter, schick sie durch diese Utility mit dem Preset deines Geräts — und du bekommst eine fertige Datei für Quad Cortex, Helix, IR-200 oder was du sonst hast.

Falls du Geld investieren willst — York Audio (vor allem DXVB Verb Deluxe für Fender Clean und VX30 212 Blue für Vox), OwnHammer Imperial Bundle (universelles Set), und Celestion Plus (offizielle Celestion mit verschiedenen Mikrofonen).

Was der Editor macht

Hinweis
Der Editor bereitet ein vorhandenes WAV-IR auf — säubert, konvertiert, filtert und exportiert es. Er ist kein Amp-Modeler und kein Cabinet-Generator: das IR selbst muss aus einem kommerziellen Pack, einer freien Quelle oder einer eigenen Aufnahme kommen.
  1. Analyse. Zeigt Sample-Rate, Bittiefe, Dauer, Kanalzahl, Peak in dBFS, RMS, Stille am Anfang, Zeitpunkt des Maximum-Peaks. Du siehst sofort, was für ein IR du bekommen hast.

  2. Stille-Trim (trim leading silence) — verschiebt den Impuls an den Dateianfang, damit es keine Verzögerung gibt.

  3. Längen-Trim (truncate) — behält nur den nötigen Anfang. Kürzeres IR = weniger CPU, dichterer Klang, eventuell weniger Resonanz.

  4. Mono-Konvertierung — für Hardware-IR-Loader, die Mono erwarten (die meisten).

  5. HPF / LPF — sanftes Tone Shaping: Rumpeln unter 80 Hz oder Säge oberhalb 8 kHz entfernen.

  6. Normalisierung — hebt den Peak auf einen gewählten Pegel (z. B. −1 dBFS), damit alle deine IRs gleich laut sind.

  7. Sample-Rate- und Bittiefen-Konvertierung — Resampling auf 44,1 / 48 / 88,2 / 96 / 192 kHz, Export als 16-Bit PCM, 24-Bit PCM oder 32-Bit float.

  8. Geräte-Presets — wähle Quad Cortex oder Iridium, und die Utility setzt das passende Format automatisch.

  9. Vorhören mit DI-Gitarre. Lade dein eigenes DI oder wähle einen Darwin’s-Cat-Sample — und höre Original-IR, bearbeitetes IR und trockenes DI nebeneinander, mit unabhängigen Pegelreglern.

Schritt für Schritt

  1. Datei reinziehen in den oberen Bereich. Sie wird dekodiert, technische Daten und Wellenform erscheinen.

  2. Zielgerät wählen im Block „Zielgerät / Format" — oder „Manuell" lassen und alles selbst einstellen.

  3. IR vorbereiten im Block „IR vorbereiten": Trim aktivieren, Länge wählen, Peak normalisieren, bei Bedarf HPF/LPF.

  4. Vorhören im Block „Vorhören": klick „Durch bearbeitetes IR" — das ist der wichtigste Kanal, da hörst du das Endergebnis.

  5. Herunterladen im Block „Export". Der Dateiname entsteht automatisch aus deinen Einstellungen.

Zwischen Schritt 3 und 4 kannst du beliebig oft an den Reglern drehen — die Vorschau aktualisiert sich automatisch.

Was wirkt sich worauf aus: Parameter-Matrix

Parameter Wirkung In der Vorschau hörbar? Wirkt auf die heruntergeladene Datei?

Kanäle (mono / mix / left / right)

Anzahl und Inhalt der Kanäle

Ja

Ja

Stille-Trim

Entfernt Stille vor dem Impuls

Ja

Ja

IR-Länge

Schneidet den Schwanz auf 20/50/100/200/500 ms

Ja

Ja

Normalisierung

Hebt den Peak auf den Zielpegel

Ja

Ja

HPF / LPF

Schneidet unten bzw. oben

Ja

Ja

Ziel-Sample-Rate

Resampling

Ja

Ja

Ziel-Bittiefe

Quantisierung in 16/24/32 Bit

Nein (Vorschau läuft immer in Float)

Ja

Geräte-Preset

Setzt alle obigen Werte auf einen Schlag

Ja

Ja

Häufiges Missverständnis — Bittiefe. In der Vorschau läuft der Browser stets in 32-Bit float, also klingen 16-Bit und 24-Bit gleich. Der Unterschied erscheint nur in der heruntergeladenen Datei. 24-Bit als sicheres Standardformat; 16-Bit nur wenn die Hardware es ausdrücklich verlangt; 32-Bit float für maximalen Headroom in der DAW.

Parameter im Detail

Stille-Trim am Anfang

In einem IR können Bruchteile bis Dutzende Millisekunden Stille vor dem Impuls liegen — Aufnahme-Artefakte. Bleibt das so, kommt das Gitarrensignal mit Mikro-Verzögerung; das Cabinet wirkt „zäh" und „hinterherhängend".

Der Trim sucht das erste Sample, das einen Schwellwert von −60 dB unter dem Peak überschreitet, lässt einen kleinen Vorlauf von 0,2 ms (damit der Anschlag nicht abgeschnitten wird) und schiebt alles an den Dateianfang.

Immer einschalten — außer du arbeitest bewusst mit Pre-Delay eines Hall-Tails (für Cab-IRs nicht relevant).

IR-Länge (truncate)

Verschiedene Hardware-IR-Loader fassen unterschiedlich viel Daten:

Gerät / Format Typische IR-Länge

Quad Cortex

1024 Samples (~21 ms bei 48 kHz)

Helix / HX

2048 Samples (~42,7 ms bei 48 kHz)

BOSS IR-200

bis 500 ms

Strymon Iridium

bis 500 ms

Walrus ACS1

200 ms

Hotone Ampero II

2048 Samples (~46 ms bei 44,1 kHz)

ENGL Cabloader

1024 Samples (~23 ms bei 44,1 kHz)

BOSS IR-2

200 oder 500 ms

Hinweis
Genaue Limits hängen von der Firmware-Version und vom offiziellen IR-Manager des Geräts ab. Vor einer Massen-Konvertierung das Handbuch deines Loaders prüfen.

So wirken verschiedene Längen:

  • 20 ms — sehr „dicht", ohne Hallfahne; Eindruck eines „Tonabnehmers im Combo", passend für Metal und schnelle, harte Rhythmik.

  • 50–100 ms — Optimum für die meisten Stile; mit Cabinet-Körper, ohne Verschmieren.

  • 200 ms — fügt einen Raumhall-Schwanz hinzu, gut für Blues, Ambient, Cleans.

  • 500 ms — fast Raumklang mit natürlicher Hallfahne.

Beim Schneiden wird ein 2-ms-Fade-Out angehängt, um Klicks am harten Ende zu vermeiden.

Normalisierung

IRs aus verschiedenen Packs sind unterschiedlich laut aufgenommen. Beim Wechsel springen die Pegel. Die Normalisierung legt alle IRs auf denselben Peak (−0,1 / −1 / −3 dBFS).

Der Default −1 dBFS ist ein sicherer Kompromiss: das Signal nach dem Cabinet clippt nicht, verliert aber auch keine Lautheit.

HPF / LPF

Keine „technische Reinigung", sondern Tone Shaping. Bewusst einsetzen:

  • HPF 60–100 Hz — entfernt Rumpeln, Bühnenbrumm und Stativvibrationen. Besonders nützlich, wenn das IR im Mix mit dem Bass konkurriert.

  • LPF 6–12 kHz — zähmt Mikrofon-Fizz auf Distortion. Ein echter Gitarrenlautsprecher rollt ohnehin oberhalb 5–6 kHz ab, daher wirkt LPF oft realistischer, nicht weniger.

Mit ausgeschalteten Filtern bleibt der Klang unverändert. Bei aktiven Filtern empfiehlt sich Normalisierung, weil ein Filter den Peak senken und das IR insgesamt leiser machen kann.

Kanäle (Mono / Stereo)

Ein echtes Cabinet, mit einem Mikrofon abgenommen, ist Mono. Die meisten Gitarren-IR-Packs sind Mono. Die meisten Hardware-Loader erwarten Mono.

Ist die Datei stereo, kann das ein Mikrofon-Paar sein, Room/Ambient-Kanäle, ein fertiger Stereo-Mix oder eine künstlich aufgeweitete Variante. Optionen:

  • Mix L+R/2 — fairster Weg für Zwei-Mikrofon-Aufnahmen.

  • Nur links / nur rechts — wenn L und R unterschiedlich sind, wählst du gezielt.

  • Original lassen — für Geräte, die Stereo-IRs unterstützen (Iridium, IR-200, Captor X+).

Ziel-Sample-Rate und -Bittiefe

Sample-Rate. Die meiste Hardware erwartet 44,1 oder 48 kHz. Liegt dein IR bei 96 oder 192 kHz, wird der Loader entweder selbst resampeln (mit unbekannter Qualität) oder die Datei ablehnen. Besser vorab in der Utility resampeln.

Browser-Resampling über OfflineAudioContext liefert für die IR-Vorbereitung in der Regel ausreichende Qualität, die konkrete Implementierung hängt aber vom Browser ab.

Bittiefe. 24-Bit PCM ist Standard für alle IR-Loader. 16-Bit nur wenn die Hardware es ausdrücklich verlangt (manche älteren Geräte). 32-Bit float für DAW-Weiterverarbeitung.

Geräte-Presets

Wenn du einen Hardware-IR-Loader hast, brauchst du nichts manuell einzustellen — wähle ihn im Dropdown „Zielgerät", und die Utility setzt automatisch:

  • Sample-Rate;

  • Bittiefe;

  • passenden Mono- / Stereo-Modus;

  • IR-Länge in Samples oder Millisekunden.

Darunter erscheint ein Hinweis mit Quelle — Link zur offiziellen Geräte-Doku, damit du die Aktualität der Werte prüfen kannst.

In der aktuellen Version unterstützt: Neural DSP Quad Cortex, Strymon Iridium, Line 6 Helix / HX, BOSS IR-200, Walrus Audio ACS1, Hotone Ampero II, ENGL Cabloader. Andere Geräte: manueller Modus.

Vorhören mit DI-Gitarre

Zahlen am Bildschirm sind Abstraktion. Echte Prüfung — hören, wie das IR auf deiner Gitarre klingt. Daher gibt es drei Wiedergabe-Kanäle:

  1. Trockenes DI — Gitarre ohne Cabinet. Referenzpunkt.

  2. Durch Original-IR — was in der Datei ist, ohne Bearbeitung.

  3. Durch bearbeitetes IR — Endergebnis mit deinen Einstellungen.

Jeder Kanal hat seinen eigenen Pegelregler, weil eine Faltung mit dem IR den Klang spürbar lauter macht als das trockene DI — das ist normal, kein Bug (siehe die Mathematik der Faltung).

Falls du gerade kein DI zur Hand hast — wähle ein integriertes Sample unter der Drop-Zone. Das sind echte trockene Gitarrenspuren aus den Tracks Cat’s Hard Day, Deep Space is My Home, Fifth Dimension und Eleven Light Years. Jedes Sample ist über einen anderen Preamp / ein anderes Pedal aufgenommen (Tube Screamer + V4 The Sheriff, V4 The Kraken, V4 The Copper) — gut zu vergleichen, wie ein und dasselbe IR auf unterschiedlichen Gain-Stufen sitzt.

Der Sample läuft in einer Schleife, du kannst Einstellungen drehen und sofort hören. Beim Ändern in „IR vorbereiten" wird der bearbeitete Kanal automatisch neu berechnet.

Export

Der Dateiname entsteht automatisch aus den Einstellungen, etwa:

v30-greenback_helix_2048sa_mono_48k_24bit_norm-1.wav

Hier siehst du: Quelle v30-greenback, Preset helix, Länge 2048 Samples, mono, 48 kHz, 24-Bit PCM, Normalisierung auf −1 dBFS. Du kannst den Namen vor dem Download von Hand anpassen.

Die Datei wird per normalem Browser-Download lokal gespeichert — nichts geht irgendwo hin.

Warum kostenlos

Darwin’s Cat ist ein Kunstprojekt, und diese Utility ist Teil unseres Austauschs mit der Bühne: du kannst ein IR in 30 Sekunden vorbereiten, ohne kostenpflichtige Software oder Plugins. Keine Registrierungen, keine Telemetrie, keine Werbung. Einfach ein funktionierendes Werkzeug.

Wenn du uns unterstützen willst — höre dir unsere Musik an oder teile die Seite mit einem Gitarristen, dem sie hilft.

Häufige Fragen

Was ist eine Gitarren-Cabinet-IR und wozu brauche ich sie?
Eine Impulsantwort (Impulse Response, IR) ist eine kurze Aufnahme (üblich 20–500 ms), die festhält, wie Lautsprecher, Cabinet, Mikrofon, Mikrofonposition, Raum und Aufnahmekette auf einen einzigen Impuls reagieren. Ein IR-Loader führt eine Faltung (Convolution) deines trockenen Signals mit dieser IR durch — und aus einem nackten Preamp wird der Klang eines echten, im Studio mikrofonierten Cabinets. Ohne Cabinet klingt das direkte Preamp-Signal hart und sägeartig; eine IR behebt das.
Funktioniert das mit Quad Cortex, Helix, IR-200, Iridium?
Ja. Das Tool exportiert Standard-WAV, das jeder Hard- oder Softwareloader liest. Wähle dein Geräte-Preset (Quad Cortex, Helix, Iridium, IR-200, ACS1, Ampero II, Cabloader) — das Format wird automatisch angepasst: Sample-Rate, Bittiefe, mono/stereo, Länge in Samples oder Millisekunden. Genaue Limits hängen von Firmware und offiziellem IR-Manager ab — prüfe die Dokumentation deines Geräts.
Werden Dateien auf einen Server hochgeladen?
Nein. Die gesamte Verarbeitung läuft im Browser über die Web Audio API. Öffne DevTools → Network — nach dem Seitenladen werden keine Dateien hin- und hergeschickt. Nur die integrierten Demo-Samples von Darwin's Cat werden vom Server geladen, das ist statischer Inhalt; dein eigenes Audio verlässt den Browser nie.
1024 oder 2048 Samples — welche Trimmung?
Hängt vom Gerät ab. Quad Cortex und ENGL Cabloader fassen physisch 1024 — keine Wahl. Bei der Helix-Familie liefern 2048 etwas mehr „Körper“ bei leicht höherer CPU-Last. Für Metal und straffe Rhythmik reichen 1024; für Blues, Cleans, Jazz klingen 2048 besser. Bei Iridium / IR-200 / ACS1 wird die Länge in Millisekunden angegeben — 100–200 ms ist eine universelle Wahl.
Warum klingt das IR-Signal deutlich lauter als das trockene DI?
Erwartet, kein Bug. ConvolverNode mit normalize=true teilt den Ausgang durch den RMS der IR. Die IR ist aber ein kurzer Impuls mit niedrigem RMS, ein Gitarren-DI eine lange Note mit relativ hohem RMS. Das gefaltete Signal wird dadurch 6–12 dB lauter als das trockene DI. Alle Hard- und Software-IR-Loader haben aus genau diesem Grund einen Output-Trim. In diesem Tool hat jede Vorschau-Zeile einen eigenen Pegelregler — stelle Dry, Original IR und Processed IR auf angenehme Werte ein.
Wie unterscheiden sich 16 / 24 / 32 Bit klanglich?
In der Vorschau gar nicht. Der Browser rendert immer in 32-Bit float, daher klingen 16-Bit und 24-Bit identisch. Der Unterschied wirkt sich nur auf die heruntergeladene Datei aus. 24-Bit PCM ist die sichere Standardwahl für die meisten IR-Loader. 16-Bit nur, wenn die Hardware es ausdrücklich verlangt. 32-Bit float, wenn du maximalen Headroom für weitere DAW-Bearbeitung brauchst.
Brauche ich getrennte IRs für Clean und High-Gain?
Mathematisch arbeitet ein und dieselbe IR mit jedem Eingangssignal gleich — das ist ihr lineares Wesen. In der Praxis nimmt man für High-Gain oft dichtere, dunklere IRs (oder schaltet LPF zu) und für Clean offenere mit mehr Room/Air. Viele IR-Packs enthalten bereits separate Mic-Mix-Varianten für Clean und High-Gain — das ist eine andere IR-Auswahl, kein anderes Cabinet.
Entfernt das den Fizz aus meinem Sound?
Nur teilweise. LPF bei 6–8 kHz zähmt den Höhenbereich und das Signal wird weniger sägeartig. Echter Fizz kommt aber meist vom überfahrenen Preamp, nicht von der IR. Heilmittel: Preamp-Gain reduzieren, vor der IR sanft limitieren oder einen Tube Screamer / Overdrive davor schalten, um den Bass zu straffen und den Anschlag zu formen.
Kann ich die Bearbeitung einer IR rückgängig machen?
Nein. Trim, Mono-Konvertierung, Filter und Resampling sind destruktive Operationen. Bewahre das Original separat auf und arbeite mit Kopien. Um „vor“ und „nach“ direkt im Browser zu vergleichen, drücke Play auf „Durch Original-IR“ und „Durch bearbeitetes IR“.
Wozu HPF und LPF, wenn ich schon eine fertige IR habe?
Tone Shaping, keine technische Bereinigung. HPF 60–100 Hz entfernt Rumpeln, Bühnenbrumm und Stativvibrationen — besonders nützlich, wenn die IR im Mix mit dem Bass konkurriert. LPF 6–12 kHz zähmt Mikrofon-Fizz auf Distortion. Ein echter Gitarrenlautsprecher rollt ohnehin oberhalb 5–6 kHz ab, daher wirkt LPF oft realistischer statt weniger. Beide Filter sind standardmäßig aus.
Was macht diese Utility NICHT?
Sie ist kein Amp Modeler und kein Cabinet-Generator. Sie modelliert keine nichtlinearen Lautsprecher-Effekte bei hoher Lautstärke, keine Power-Amp-Sättigung und keinen Raum-Reverb als separaten Effekt. Sie bereitet eine vorhandene WAV-IR auf: aufräumen, konvertieren, filtern, normalisieren, im richtigen Format exportieren. Die IR selbst muss von woanders kommen — aus einem kommerziellen Pack, aus den freien Quellen oben oder aus eigener Aufnahme.
Welche Samples werden in der Vorschau verwendet?
Trockene Gitarrenspuren aus echten Darwin's-Cat-Songs: «Cat's Hard Day» (Tube Screamer + V4 The Sheriff), «Deep Space is My Home» (V4 The Kraken), «Fifth Dimension» (V4 The Kraken) und «Eleven Light Years» (V4 The Copper). Jede ist über einen anderen Preamp / ein anderes Pedal aufgenommen — nützlich, um zu hören, wie dieselbe IR auf unterschiedlichen Gain-Stufen sitzt.
Funktioniert das offline?
Ja. Nach dem ersten Seitenaufruf läuft die Verarbeitung lokal im Browser über die Web Audio API. WLAN abschalten, weiterarbeiten — kein Problem. Nur die integrierten Demo-Samples werden beim ersten Klick vom Server geladen; deine eigenen Dateien gehen nirgendwohin.
Funktioniert es auf dem Smartphone?
Im Prinzip ja — Chrome / Safari auf iOS und Android unterstützen Web Audio API und AudioWorklet. Die Oberfläche ist aber primär für den Desktop ausgelegt: Slider und Tabellen sind am Handy weniger komfortabel. Für ernsthafte IR-Arbeit lieber am Laptop öffnen.