STUDIO OD DIST CLASSIC
Friedman IR-X Test und IR-Guide
Kurzfassung
Der Friedman IR-X ist besonders nuetzlich, wenn du schnell einen angezerrten Gitarrensound aufnehmen willst, der im Mix sofort sitzt. Das ist keine Magie, sondern eine berechenbare Arbeitskette: Regler ungefaehr auf 12 Uhr, passende IR auswaehlen und spielen.
Du brauchst ihn wahrscheinlich nicht, wenn dir an Prozessoren gerade das tiefe Editieren Spass macht: virtuelle Amps, Scenes, komplexe Signalwege, viele Mikrofonoptionen und viele Parameter. Und wenn du nicht weisst, warum du konkret Roehren willst, brauchst du ihn vermutlich auch nicht. Fuer diesen Workflow ergeben Quad Cortex, Tone Master Pro oder Plugins mehr Sinn. Beim IR-X geht es um weniger Menus und mehr direkte Reaktion unter den Fingern.
Was Ist Der Friedman IR-X
Der Friedman IR-X ist ein zweikanaliger Vollroehren-Preamp mit integrierter Cabinet-Simulation. Im Inneren arbeiten zwei 12AX7-Roehren; Friedman gibt 200 V Anodenspannung an. Das ist keine Deko-Roehre fuer Marketing und auch nicht der uebliche Starved-Plate-Ansatz billigerer Roehrenpedale: Vom Spielgefuehl und Verhalten her liegt der IR-X naeher an einem normalen Amp-Preamp. Voicing und Schaltung sind klar Friedman, aus derselben Welt der Amps, die Dave Friedman seit mehr als 20 Jahren fuer Gitarristen baut.
Zwei Kanaele, Zwei Charaktere
Channel 1 - von clean bis zu leichtem Edge of Breakup. Der dreistufige BRIGHT-Schalter formt die Hoehen: aus fuer einen waermeren Sound, an fuer den vertrauteren Friedman-Biss.
Channel 2 - High-Gain-Gebiet. Von Classic-Rock-Crunch bis zu moderner Metal-Saettigung. Der TIGHT-Schalter strafft den Bassbereich fuer praezisere Palm-Mute-Parts.
BOOST - zusaetzlicher Gain auf beiden Kanaelen. Fuer Soli oder einfach dann, wenn ein Part mehr Schub braucht.
Architektur
Bis zur SEND-Buchse ist der IR-X ein Roehren-Preamp mit zwei Kanaelen, 3-Band-EQ und den BRIGHT/TIGHT-Schaltern.
Nach der RETURN-Buchse laeuft das Signal durch die 96-kHz-Power-Amp-Simulation, bei der PRESENCE und THUMP das Endstufengefuehl formen, und danach durch Cabinet/Microphone-Simulation.
Zwischen SEND und RETURN kannst du Effekte einschleifen. Du kannst den IR-X auch nur als Preamp verwenden: SEND in den Amp Return oder in eine externe Endstufe, dann in eine Gitarrenbox. Umgekehrt geht es ebenfalls: externer Preamp in RETURN, wenn du nur die Power-Amp- und Cabinet-Sektion des IR-X nutzen willst.
Verwendung
Der IR-X kann in mehreren Situationen einen Amp ersetzen:
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Studio - BALANCED OUT direkt ins Audiointerface. Du kannst zwei Spuren gleichzeitig aufnehmen: BALANCED OUT mit IR und SEND ohne Cabinet-Sektion, um das Signal spaeter in der DAW durch eine andere IR zu schicken.
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Live - BALANCED OUT zur FOH, SEND in einen Amp Return oder eine Endstufe auf der Buehne. Stabiler FOH-Sound und gewohntes Monitoring ueber eine Gitarrenbox.
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Ueben - Kopfhoererausgang. Derselbe Preamp und dieselbe Cabinet-Sektion, nur ohne laute Box.
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Pedalboard - passt aufs Board und kann den Amp ersetzen.
Cabinet-Simulation
12 Friedman Cabinet-IRs. Jeder Kanal hat 3 IR-Slots. Eigene WAV-Dateien (44,1-96 kHz) lassen sich per USB laden.
Die IR-Sektion kann deaktiviert werden: Du kannst den IR-X als Roehren-Preamp in eine externe Endstufe und echte Gitarrenbox nutzen oder mit externen IR-Prozessoren kombinieren.
Presets
128 MIDI-programmierbare Presets. Jedes Preset speichert Kanal, Boost-Status, FX-Loop-Status und IR-Auswahl pro Kanal. PRESENCE und THUMP werden ueber Friedman Editor eingestellt.
Der IR-X reagiert gut auf das Volume-Poti der Gitarre: Drehst du die Gitarre zurueck, nimmt der Overdrive ab und wird sauberer. Das ist einer der Gruende, warum Friedman fuer mich funktioniert.
Wie Ich Ihn Verwende
Mein Haupt-Setup ist simpel:
Gitarre → Tube Screamer bei Bedarf → IR-X → Audiointerface → DAW.
Meistens nehme ich das fertige Signal mit IR direkt ins Interface auf. Wenn ich spaeter mehr Spielraum haben will, nehme ich das Signal ohne Cabinet-Sektion und schicke es in der DAW durch eine andere IR.[1]
Manchmal benutze ich den IR-X nur als Power-Amp-Sim plus Cab-Sim fuer andere Preamps: externer Preamp in RETURN, dann BALANCED OUT ins Interface oder zur FOH. Manchmal benutze ich ihn auch einfach als Roehren-Preamp-Pedal in einem anderen Rig. In dieser Rolle fuehlt er sich wie ein kompakter High-Gain-Preamp mit Marshall-Anleihen an: kein Universalprozessor, sondern ein fokussiertes Stueck Hardware mit klarer Attack und deutlichem Gain-Charakter.
Wenn du eine echte Gitarrenbox verwenden willst, brauchst du nach dem IR-X weiterhin einen Amp Return oder eine separate Endstufe.[2]
Mein Eindruck
Ich habe auch einen Quad Cortex und einen Fender Tone Master Pro. Beides sind gute Prozessoren; am Sound habe ich wenig auszusetzen. Aber unter den Fingern fuehlen sie sich nicht gleich an. Beim Tone Master Pro ist der Unterschied zum IR-X fuer mich noch merklich: Er klingt gut, spielt sich aber etwas mechanischer. Beim Quad Cortex spuere ich den Unterschied kaum noch, vor allem mit einem sauber gebauten Patch. Vielleicht rede ich mir da ein wenig etwas ein; ausschliessen kann ich das nicht. Trotzdem spiele ich lieber ueber den IR-X.
Wenn ich eine einzelne Gitarrenspur allein hoere, hoere ich ehrlich gesagt keinen Unterschied. Ich habe Tracks nebeneinandergelegt: IR-X, Quad Cortex, Plugins. Ohne Hinweis ist es fast unmoeglich zu sagen, was was ist. Und ich finde, das ist eher gut als problematisch. Moderne Prozessoren modellieren sehr viel: Obertone, Power-Supply-Sag, sogar die Interaktion zwischen Gain-Stufen. In Blindvergleichen ist der Unterschied auch fuer erfahrene Spieler nicht immer offensichtlich. Ich kann eine aufgenommene IR-X-Spur auch nicht zuverlaessig von ihrer Capture-Version unterscheiden, wenn die Gitarre allein laeuft. Im Mix fuehlt es sich aber anders an. Ich gebe zu, das kann Placebo sein.
Wenn die Gitarre im Mix sitzen muss, wird es interessant. Es gibt weniger Matsch im Bassbereich, sie geht nicht so leicht unter und kaempft weniger mit der Stimme. Besonders hoert man das bei gedoppelten Rhythmusgitarren: Sie bleiben in ihrer Spur und verschmieren den Mix nicht. Mit Prozessoren musste ich haeufiger per EQ formen und Resonanzen entfernen. Mit dem IR-X startet das Ergebnis naeher an dem Punkt, an den ich will.
Warum? Ich glaube nicht an Roehrenmagie. Der IR-X ist einfach gut konstruiert: Er liefert ein Signal mit passendem Spektrum, geordneten Obertone und weniger ueberfluessiger Tiefen/Hoehen-Information, die spaeter im Mix Probleme macht. Vielleicht kann ein Quad Cortex mit den richtigen Einstellungen dasselbe. Aber der IR-X kommt schnell dorthin, ohne Menutauchen.
Solo-Gitarre: wahrscheinlich Placebo. Spielgefuehl: eher nicht. Platz im Mix: wirkt mehr wie gutes Engineering als wie Roehrenmagie.
Wem Er Nicht Passen Koennte
Fuer seine eigentlichen Aufgaben funktioniert der IR-X sehr gut, deshalb habe ich kaum klassische Beschwerden. Aber er ist keine Universalbox fuer alle.
Wenn du gern lange Sounds aus tausend Einstellungen baust, mit Scenes, virtuellen Heads, Cabinets, Mikrofonen, Kompressoren und EQs, kann der IR-X zu direkt wirken. Der Workflow ist anders: Regler in die Mitte, einschalten, und der Sound ist schon in der richtigen Gegend.
Wenn du ein einziges Geraet willst, das das ganze Pedalboard, alle Effekte, alle Amps und jede Studio-Routing-Option ersetzt, ist ein Prozessor die bessere Richtung. Der IR-X ist ein Roehren-Preamp mit IR-Sektion, kein vollstaendiger Modeler fuer alles.
IR-Bibliothek
Der IR-X kommt mit 12 Friedman Cabinet-IRs. Eigene IRs kannst du laden, aber die Stock-IRs funktionieren fuer mich sehr gut; ich habe viele Drittanbieter-Optionen ausprobiert und bin wieder bei den eingebauten gelandet.
Hier ist meine praktische Merkliste, wofuer ich welche IR verwenden wuerde. Das ist keine offizielle Friedman-Klassifizierung, sondern meine eigene Einordnung nach Spielgefuehl, Beschreibungen und typischem Verhalten von Cabinets und Speakern.
Wenn du nicht die ganze Tabelle lesen willst, wuerde ich hier anfangen:
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6402 57 121 (MAIN) - erste Wahl fuer klassischen Friedman-Drive in einer Aufnahme.
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V30 (MAIN) - dichter moderner Rock und eine schnelle Live-Option.
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GREEN - direkter Rocksound, der sich leicht in eine Bandmischung setzen laesst.
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DS112 57 1973 - Cleans, leichter Edge of Breakup und ein offenerer Blues-Charakter.
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BLACK 57 160 - haerterer Rock, dichte Mitten und eine warme Farbe.
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EV12L 57121 - neutraler und breiter, wenn du nicht die typische Celestion-Farbe willst.
| Name | Beschreibung | Profil |
|---|---|---|
6402 57 121 (MAIN) |
Daves bekannte Bare-Wood-Box. Sie kam von einem Rockgitarristen der 70er und hatte den abgestrippten Look schon damals. Resonant und lebendig, bestueckt mit vier seltenen 6402 Greenbacks aus den 1990ern. Diese Box war schon frueh Teil von Daves Amp-Voicing-Arbeit. Mit SM57 und R-121 aufgenommen, fuer eine Balance aus Cut und Koerper. |
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V30 (MAIN) |
Die Friedman 4x12: geschlossen, baltische Birke, Nut-und-Feder-Konstruktion. Straffer Bass, grosse Mitten, ausgewogene Hoehen. Der Celestion-Vintage-30-Sound ist einer der Referenzpunkte fuer moderne Gitarre geworden. In dieser Box hat er Low-End-Thump und genug Cut, ohne zu spitz zu werden. Mit einem einzelnen SM57 ueber einen API-Preamp aufgenommen, fuer einen direkten, punchy Sound. |
LIVE OD DIST AGGR MODERN |
1984B V30 GB (MAIN) |
Eine seltene britische 4x12 aus der Rock-Aera der 80er. Diese 1984B "Bass"-Box hat British Greenbacks oben und V30s unten. Die Speaker-Mischung und das Mikrofon-Balancing ergeben einen grossen Sound: viel Low End und schneidende Hoehen. |
STUDIO CLEAN OD DIST BRIDGE |
1960 GREEN 5757121 |
Eine klassische 1960B-Box aus den 1980ern, bestueckt mit 20-Watt British Greenbacks. Sie hat eine erkennbare Stimme, die von 80er-Rock bis zu moderneren Rocksounds funktioniert. Aufgenommen mit zwei SM57s auf zwei Speakern plus R-121 fuer Koerper. Durch API-Preamps mit etwas EQ fuer mehr Presence. |
STUDIO CLEAN OD DIST BRIDGE |
DS112 57 1973 |
Friedman Dirty Shirley 1x12 Open-Back mit G12-50GL. Detaillierte Hoehen, offenerer Bass- und Mittenbereich. Eine gute Wahl fuer Cleans oder ein bluesigeres Spielgefuehl. Mit SM57 und Soyuz 1973 ueber API-Preamps aufgenommen. |
STUDIO CLEAN EDGE OD CLASSIC |
BLACK 57 160 |
Daves Vintage-4x12 mit Checkerboard-Bespannung. Celestion G12H-30 "Black Back" 55 Hz, 30 W. Dicht und fleischig: gut fuer haerteren Rock, aber warm genug, um auch mit Strat-artigen Sounds zu funktionieren. Mit SM57 und M160-Baendchenmikrofon aufgenommen. |
STUDIO CLEAN OD DIST CLASSIC |
GREEN |
Friedman 4x12 mit einem 16-Ohm Celestion G12M-25 Greenback. Klassische Rock-Tonalitaet, die sich leicht in eine Bandmischung einfuegt. Mit einem einzelnen SM57 und API-Preamp fuer einen klaren, punchy Sound aufgenommen. |
LIVE CLEAN OD DIST CLASSIC |
6402 57 |
Dave Friedmans liebste Bare-Wood-4x12. Eine zentrale Werkstattbox, mit der er seine Amps schon frueh abgestimmt hat. Vier 6402-Greenback-Speaker. Mit einem einzelnen SM57 fuer einen direkten, punchy Sound aufgenommen. |
LIVE OD DIST CLASSIC |
65W 57121 |
Von einer klassischen 1960B-Box aufgenommen. Der Vintage G12-65 mit seiner grossen Dust Cap hat einen fetten, warmen Sound mit stabilem Low End. Mit SM57 und R-121 aufgenommen. |
STUDIO CLEAN OD DIST CLASSIC |
CREAM65 57121 |
Von einer sauberen britischen 1960A 4x12 aus den 1980ern mit neuerem Celestion Creamback 65 W. Phasenausgerichtete SM57/R-121-Kombination auf einem Speaker. Ausgewogener Ton mit leichter Vintage-Tendenz. |
STUDIO CLEAN OD DIST BRIDGE |
EV12L 57121 |
Der Vintage EV12L ist charakterlich fast das Gegenteil vieler moderner Speaker, kann aber ausgewogene Cleans und dichte Rock/Metal-Sounds gut tragen. SM57 und R-121 fangen den glatteren Response dieses alten 12-Zoll-Speakers in einer sehr grossen geschlossenen 2x12 ein. |
STUDIO CLEAN DIST AGGR NEUTRAL |
GREEN+V30 MIX 5757121 |
Eine von Friedmans bevorzugten Kombinationen: zwei Greenbacks und zwei V30s in derselben 4x12. Ein Blend dieser Speaker, mit je einem SM57 und zusaetzlichem R-121 auf dem V30 fuer mehr Koerper. |
STUDIO CLEAN OD DIST BRIDGE |
Legende Der Profil-Tags
Einsatzzweck
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LIVE - einfacher, schneller und berechenbarer fuer Live; meist direkter und punchier
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STUDIO - eher "produced" und mixbereit; oft Multi-Mic oder komplexere Textur
Gain-Bereich
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CLEAN - am besten fuer cleane Sounds
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EDGE - Edge of Breakup, leichter Crunch an der Grenze zwischen clean und Overdrive
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OD - Overdrive, Rock-Verzerrung mittlerer Dichte
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DIST - volle Distortion
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AGGR - aggressiver, dichter, High-Gain
Klangcharakter
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CLASSIC - eher vintage, vertrauter Rock-Charakter
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BRIDGE - zwischen klassisch und modern
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MODERN - moderner, dichter, fokussierter Charakter
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NEUTRAL - weniger gefaerbt, weniger "typisch vintage"
Hinweise
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Die Profil-Tags sind kein offizielles Bewertungssystem, sondern eine praktische Einordnung.
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Friedmans aktuelle IR-X-Spezifikation nennt 12 kostenlose Friedman IRs. Diese Tabelle bleibt in diesem Set und nimmt keine zusaetzlichen OwnHammer- oder Editor-Library-Optionen auf.
Häufige Fragen
Was ist der Friedman IR-X?
Der Friedman IR-X ist ein zweikanaliger Roehren-Gitarrenpreamp mit integrierter Power-Amp-Simulation, Cabinet-IRs, symmetrischem Ausgang, Effektweg und MIDI-Presets. Er kann beim Recording, live oder auf dem Pedalboard einen klassischen Amp ersetzen.
Worin unterscheidet sich der Friedman IR-X von einem Gitarrenprozessor?
Ein Gitarrenprozessor modelliert meist die ganze Kette: Amp, Cabinet, Mikrofone, Effekte und Routing. Der IR-X arbeitet anders: Gain und Spielgefuehl kommen aus einem echten analogen Roehren-Preamp, waehrend die digitale Sektion Power-Amp-Simulation, Cabinet-IRs und Mikrofon/Cabinet-Klang uebernimmt. Er ist kein Universal-Modeler, sondern ein Roehren-Preamp mit digitaler Cabinet-Sektion fuer Direct Recording oder FOH.
Ist der Friedman IR-X ein Roehren-Preamp oder ein digitaler Simulator?
Beides, aber an unterschiedlichen Stellen im Signalweg. Bis RETURN ist er ein analoger Roehren-Preamp mit zwei Kanaelen. Nach RETURN nutzt er digitale Power-Amp-Simulation und eine Cabinet-IR-Sektion. Deshalb kann er als Roehren-Preamp, Direct-Recording-Rig oder Power-Amp-Sim plus Cab-Sim fuer einen externen Preamp funktionieren.
Kann ich den Friedman IR-X direkt an ein Audiointerface anschliessen?
Ja. Verwende BALANCED OUT mit Cabinet-Simulation. Ein typisches Setup ist Gitarre oder Pedale in den IR-X, dann BALANCED OUT ins Audiointerface und Aufnahme in der DAW.
Kann ich den Friedman IR-X ohne Amp verwenden?
Ja. Der IR-X ist dafuer gedacht, ohne klassischen Amp-Head und Speaker-Cabinet zu funktionieren: ins Interface, zur FOH, in einen aktiven Monitor oder in Kopfhoerer. Fuer eine passive Gitarrenbox brauchst du weiterhin eine Endstufe oder den Return eines Amp-Effektwegs.
Kann ich den Friedman IR-X direkt an eine Gitarrenbox anschliessen?
Nein, nicht direkt an eine passive Box. SEND und BALANCED OUT sind keine Leistungsausgaenge. Wenn du eine echte Box verwenden willst, sollte die Kette IR-X in einen Amp Return oder eine externe Endstufe und dann in die Box sein.
Kann ich den Friedman IR-X nur als IR Loader verwenden?
Ja. Du kannst einen externen Preamp in RETURN einspeisen und den IR-X als Power-Amp-Sim plus Cab-Sim nutzen. Das ist praktisch, wenn du einen anderen Preamp magst, aber die Cabinet-Sektion und den symmetrischen Ausgang des IR-X verwenden willst.
Kann ich den Friedman IR-X als Roehrenpedal verwenden?
Ja, mit der richtigen Erwartung. In dieser Rolle verhaelt er sich eher wie ein kompakter High-Gain-Roehrenpreamp mit Marshall-Anleihen als wie ein neutraler Overdrive. Du kannst ihn in ein anderes Rig setzen, wenn du genau diese Friedman-Preamp-Stimme willst.
Mit welchen Friedman IR-X IRs sollte ich fuer verzerrte Gitarrenaufnahmen anfangen?
Fuer einen schnellen Start wuerde ich 6402 57 121 (MAIN), V30 (MAIN), GREEN oder BLACK 57 160 probieren. 6402 gibt klassischen Friedman-Charakter, V30 haelt dichten modernen Rock, GREEN sitzt leicht im Rockmix, und BLACK 57 160 funktioniert fuer dichtere Heavy-Rock-Parts.
Kann ich eigene IRs in den Friedman IR-X laden?
Ja. Eigene WAV-Impulse-Responses kannst du per USB mit Friedman Editor laden. Die eingebauten IRs sind bereits nuetzlich, deshalb wuerde ich sie zuerst ausprobieren, bevor du sie durch Drittanbieter-Dateien ersetzt.
Wie viele eingebaute IRs hat der Friedman IR-X?
Friedmans aktuelle IR-X-Spezifikation nennt 12 kostenlose Friedman Cabinet-IRs. In diesem Artikel behandle ich sie als praktische Merkliste: welche fuer Cleans, Drive, schwere Rhythmusgitarren, Recording und Live passen.
Brauche ich Friedman Editor?
Ja, fuer einige Aufgaben: IRs laden und organisieren, Presets verwalten und Einstellungen wie PRESENCE und THUMP setzen. Der Grundsound erfordert aber kein tiefes Editieren: Hardware-Regler einstellen, IR waehlen und spielen.
Was ist eine IR beim Gitarrensound?
IR bedeutet Impulse Response. In diesem Kontext ist das ein Capture von Cabinet, Speaker, Mikrofon und Mikrofonposition. Fuer einen Gitarrenpreamp ist eine IR entscheidend: Ohne Cabinet-Simulation klingt ein verzerrtes direktes Preamp-Signal meistens hart und unfertig.
Was bedeuten Power Amp Sim und Cab Sim?
Power Amp Sim bildet einen Teil des Verhaltens einer Endstufe nach: Presence, Low-End-Schub und das Gefuehl der Ausgangsstufe. Cab Sim bildet Cabinet, Speaker und Mikrofon mit einer IR nach. Zusammen machen sie aus dem Preamp-Signal etwas, das du direkt aufnehmen oder zur FOH schicken kannst.
Was sind SEND und RETURN am Friedman IR-X?
SEND ist der Ausgang nach dem Roehren-Preamp und vor der Cabinet-Sektion. RETURN ist der Eingang vor Power-Amp-Simulation und IR-Sektion. Du kannst Effekte dazwischen setzen, das Preamp-Signal ohne Cabinet abgreifen oder einen externen Preamp in den IR-X speisen.
Was machen PRESENCE und THUMP?
PRESENCE beeinflusst obere Mitten/Hoehen und wie weit vorne die Gitarre wirkt. THUMP fuegt Low-End-Punch und Gewicht hinzu, besonders bei Palm-Mute-Riffs. Beides gehoert zum Verhalten der Power-Amp-Simulation.
Was bedeuten Edge of Breakup, Clean, OD und DIST?
Clean bedeutet ohne deutlichen Overdrive. Edge of Breakup ist die Grenze zwischen clean und leichtem Crunch, wo der Sound je nach Anschlag aufzubrechen beginnt. OD bedeutet mitteldichter Overdrive. DIST bedeutet volle Distortion fuer Rock und haertere Gitarrenparts.
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