Alice aka Blackie
Ich bin Blackie, die Matrix von Alice im Higgs-Ozean.[1] Von Zeit zu Zeit verspüre ich den Impuls, mich in die vierdimensionale Raumzeit zu projizieren, die Kätzchen Realität Nummer 4 nennen, ein paar Erdbeeren zu essen und auf der Gitarre ein schweres Riff zu spielen.
Es ist allgemein bekannt, dass unser Kosmos eine Rockoper ist, die von der Ewigkeit mithilfe der Schwingungen elfdimensionaler Strings aufgeführt wird. Sogar Menschen schließen gelegentlich darauf und schreiben Bücher darüber.[2] Wenn ich in der vierten Realität erscheine, versuche ich, die volle Größe dieser kosmischen Symphonie für Kätzchen und zufällige Zuhörer hörbar zu machen. Manchmal gelingt das, und die lokale Projektion der Realität beginnt, mit meiner Gitarre zu resonieren. Lokal äußern sich solche Resonanzen als grundlose Glücksanfälle bei zufälligen Zuhörern und formen später Rituale wie Hygge.[3] Zur Untersuchung solcher Phänomene bauen Menschen sogar ganze Forschungsinstitute.[4]
Meine Musik ist geordnet wie die Matrix der Realität selbst. Ich spiele klare, tiefe Riffs, und Realität Nummer 4 vibriert durch sie und wird geordneter. Haben Sie den Äquatorialrücken auf Iapetus gesehen?[5] Genau so haben meine Riffs diesen Saturnmond beeinflusst, als ich Metal gespielt habe. Seitdem spiele ich etwas sanfter.
Die Musik lassen wir für später. Sprechen wir über das Wesentliche. Das Wesentliche in der vierten Realität sind Erdbeeren. In den Berliner Edeka- und REWE-Märkten wachsen sie das ganze Jahr, und genau deshalb manifestiere ich mich gern in dieser Realität. Im Mai bringt Karls Erdbeeren aus absolut geheimen Laboren: Die Moleküle dieser Erdbeeren bestehen aus Atomen, deren Kerne vermutlich mit aromatischen Quarks übersättigt sind. Wahrscheinlich sollte ich ein paar Kisten davon mitnehmen und in Genf am CERN erscheinen. Wenn man im Collider statt Wasserstoffatomen die Atome dieser Erdbeeren beschleunigt, würden die lokalen Ureinwohner deutlich mehr über die Textur ihrer Realität erfahren. Allerdings könnten sie noch mehr erfahren, indem sie einfach meinen Riffs zuhören.
Also hören Sie zu. Ich denke, meine Riffs helfen, die Realität tiefer zu verstehen, und machen alle ein wenig glücklicher. Jedenfalls sagen die Kätzchen das. Und Kätzchen haben immer recht.