Mike Soldano. Der Amp, den ich für mich selbst gebaut habe
Ich bin in erster Linie Gitarrist und erst in zweiter Linie Ingenieur.
Meine Amps sind aus der Sicht eines Künstlers entworfen.
Soldano war vor allem Musiker, kein ausgebildeter Elektronikingenieur. Amps zu konstruieren hat er sich selbst beigebracht, weil er den Sound, den er hören wollte, nirgends fand. Sein Sound lässt sich in unserem kostenlosen Plugin CatpitAmp oder in den NAM-Captures des X88-IR ausprobieren.
- Kapitel eins. Eine Gitarre, ein Camaro und ein kaputtes Röhrentopteil
- Kapitel zwei. Fünf Jahre auf der Suche nach einem Sound, den es nicht gab
- Kapitel drei. Ein One-Way-Ticket nach Los Angeles
- Kapitel vier. Drei Nachrichten auf dem Anrufbeantworter
- Kapitel fünf. Der SLO-100: Warum seine Konstruktion die Branche verändert hat
- Exkurs für Ingenieure. Vier Gänge statt eines
- Kapitel sechs. Vom SLO-100 zum X88R
- Kapitel sieben. Was wurde aus Mike?
- Epilog. Ein Gitarrist, dem ein Sound fehlte
- Quellen
Kapitel eins. Eine Gitarre, ein Camaro und ein kaputtes Röhrentopteil
Seattle, die 1970er-Jahre.
Den jungen Mike interessieren Autos viel mehr als Elektronik. Er fährt Straßenrennen, schraubt an seinem Chevrolet Camaro, kann mit den Händen arbeiten, Maschinen bauen und umbauen.
Dann hört er den Song Badge von Cream und das Solo von Eric Clapton.
Ihn packen nicht das Tempo und nicht die Virtuosität. Ihn packt der Klang selbst: Die E-Gitarre singt buchstäblich, weint, spricht mit menschlicher Stimme.
Mike beschließt, dass er genauso spielen lernen muss.
Und er fängt ziemlich spät an, mit etwa 20 oder 21. Er probiert die Akustikgitarre seines Vaters, merkt aber schnell, dass er ein ganz anderes Instrument braucht.
Er kauft eine gebrauchte E-Gitarre und einen Röhrenamp, einen selbstgebauten Nachbau des Fender Bassman.
Und dann passiert das Missgeschick, das sein Schicksal bestimmt: Der Amp geht ständig kaputt.
Für eine Werkstatt fehlt das Geld. Er muss selbst dahinterkommen.
Später fasst Soldano diese Geschichte ganz einfach zusammen: Wenn man kein Geld hat, muss man erfinderisch werden.
Er studiert Schaltpläne, repariert Geräte und fängt an, eigene Gitarren zu bauen. 1977 eröffnet er eine kleine Gitarrenwerkstatt. 1980 spielt er schon mit Bands in den Clubs von Seattle.
Aber es gibt ein Problem.
Der Klang seiner Amps gefällt ihm nicht. Nicht einmal bei den teuren.
Kapitel zwei. Fünf Jahre auf der Suche nach einem Sound, den es nicht gab
Anfang der 1980er gibt es schon Marshall und Mesa/Boogie. Gitarristen experimentieren eifrig mit modifizierten Amps.
Soldano mag die Zerre des Mesa, aber ihm gefällt nicht, wie bei viel Gain einzelne Töne verschwimmen. Er erklärt es selbst so: Man greift einen komplizierten Akkord wie D9, und statt einzelner Saiten hört man nur Matsch.
Er will alles zugleich:
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Eine satte, singende Zerre und langes Sustain.
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Klarheit in jedem Ton, auch in einem komplizierten Akkord.
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Schnelle Ansprache und Reaktion darauf, wie hart das Plektrum anschlägt.
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Einen zuverlässigen Amp, den man jeden Abend spielen kann.
1981 steigt er richtig in die Röhrenelektronik ein. Er liest Lehrbücher aus den 50ern über Radiotechnik, studiert Schaltungen und experimentiert nach seinem Tagesjob, manchmal bis tief in die Nacht.
Er repariert und modifiziert Fender und Marshall und arbeitet in der bekannten Werkstatt Stars Guitars in San Francisco. Jede Modifikation bringt ihm etwas bei.
So entsteht ein Versuchsamp mit dem wunderbaren Namen Mr. Science. Eine Sperrholzplatte mit den Bauteilen darauf, eine Spielwiese für Experimente.
Um 1985/1986 wird aus Mr. Science der Prototyp des späteren SLO-100.
Mike nimmt ihn zu seinen eigenen Gigs mit. Andere Gitarristen hören den Sound und fragen, ob er ihnen nicht auch so einen bauen kann.
Soldano gab später zu: Er hatte nie vor, eine große Firma aufzubauen. Er merkte einfach, dass der Sound, den er für sich selbst gebaut hatte, auch anderen gefiel.
Kapitel drei. Ein One-Way-Ticket nach Los Angeles
1985 hat Soldano drei Leute, die einen Amp kaufen wollen. Er kauft Bauteile und baut die Amps im Keller seiner Eltern.
Aber von den dreien, die kaufen wollten, zahlt nur einer.
Mike bleiben zwei Amps, die niemand will, und ein ganzer Haufen Bauteile.
Und er trifft eine ziemlich verrückte Entscheidung.
Er baut in seinen alten Chevrolet von 1938 einen neuen Motor ein, lädt die Amps, den Versuchsamp Mr. Science und die Bauteile hinein und fährt los nach Los Angeles.
Dorthin, wo die Studios sind, die Plattenfirmen und die Gitarristen von Weltrang.
Er versucht, Treffen mit Stars zu vereinbaren, und klappert ihre Manager am Telefon ab. Fast alle sagen zu und kommen dann nicht.
Nach und nach geht das Geld aus.
Seine erste Werkstatt in Los Angeles liegt in einem ehemaligen Bordell. Dort schauten manchmal Leute vorbei, die ganz sicher keinen Amp kaufen wollten.
Um zu überleben, repariert er Gitarren, nimmt Gelegenheitsjobs an und arbeitet als Roadie bei Konzerten.
Doch eines Tages kommt der erste echte Glücksfall: Howard Leese, Gitarrist von Heart, probiert seinen Amp aus.
Leese spielte buchstäblich zwei Akkorde und beschloss, Amp Nr. 002 zu kaufen.
Der nächste wichtige Kunde ist Steve Lukather von Toto.
Aber die Verkäufe laufen viel zu langsam. Ende 1987 ist Mike praktisch pleite. Er denkt ernsthaft darüber nach, alles hinzuwerfen und nach Seattle zurückzugehen.
Kapitel vier. Drei Nachrichten auf dem Anrufbeantworter
Eines Nachts kommt Mike gegen vier Uhr morgens nach Hause, nach einem Roadie-Job für die Band Vixen.
Am Anrufbeantworter blinkt die Anzeige für neue Nachrichten.
Er drückt auf Wiedergabe.
Die erste Nachricht ist von Lou Reed.
Die zweite von Vivian Campbell.
Die dritte von Michael Landau.
Drei Leute aus der obersten Liga der Rockmusik suchen einen unbekannten Tüftler, um mit ihm über seine Amps zu sprechen.
Zuerst glaubt Mike, einer seiner Freunde will ihn auf den Arm nehmen.
Aber die Anrufe sind echt.
Und dann geht alles sehr schnell.
Im Frühjahr 1988 hat Soldano schon eine Warteliste, und im Sommer bestellen Eric Clapton, Mark Knopfler und die Scorpions seine Amps. Die Wartezeit wächst auf etwa ein halbes Jahr.
Der Mann, der bereit war, seine Werkstatt zu schließen, kommt plötzlich nicht mehr hinterher, Amps für berühmte Musiker zu bauen.
Kapitel fünf. Der SLO-100: Warum seine Konstruktion die Branche verändert hat
Der SLO-100, der Super Lead Overdrive von 1987, ist kein bloß modifizierter Marshall mehr, sondern eine eigenständige Schaltung, entworfen nach Soldanos ganz eigener Vorstellung von Zerre.
Was war daran technisch neu?
Nicht die Erfindung der Röhrenzerre: Kaskadierte Gainstufen gab es lange vor Soldano.
Sondern die Art, wie er sie anordnete.
Im SLO-100 läuft das Signal durch mehrere hintereinandergeschaltete Verstärkerstufen. Mike stimmt Verstärkung, Frequenzgang und Arbeitspunkte der Röhren so ab, dass er jede Menge Zerre bekommt, ohne die Artikulation zu verlieren.
In der Konstruktion stecken fünf 12AX7, vier in der Vorstufe und eine in der Phasenumkehrstufe, dazu vier 6L6/5881 in der Endstufe.
Soldano hat nicht einfach noch mehr Gain draufgepackt. Er hat gelernt, den Charakter dieses Gains zu steuern.
Und das Ergebnis war überraschend vielseitig.
Den Amp mochten nicht nur Hardrock- und Metal-Gitarristen, sondern auch Clapton, Knopfler, Gary Moore und Warren Haynes. Anfang der 1990er nahm Eddie Van Halen mit einem SLO-100 For Unlawful Carnal Knowledge auf. Später hatte die Soldano-Konstruktion großen Einfluss auf die Entwicklung des Peavey 5150.
Der SLO-100 wurde zu einem der Maßstäbe für die nächste Generation von High-Gain-Amps.
Exkurs für Ingenieure. Vier Gänge statt eines
Soldano erklärt seine Zerre in einer Sprache, die er lange vor den Röhren konnte: in der Sprache des Schaltgetriebes.
Fährt man im ersten Gang an und schaltet gleich in den vierten, quält sich der Motor: Er stottert, ruckelt und bockt. So machten damals fast alle High-Gain: den ganzen Gain auf eine Röhre, Clipping bis zum Anschlag, eine kratzige Zerre ohne Ton, schwer zu kontrollieren. Schaltet man alle vier Gänge durch, läuft der Motor rund und mit voller Kraft.
Im SLO-100 ist jeder Gang eine Röhrenstufe. Die erste verstärkt das Signal einfach. Die nächste fängt schon an zu clippen, aber nur ein wenig, gerade so weit, dass Verzerrung und Kompression den Grundton nicht antasten. Dann noch eine Stufe und noch eine, bis das Signal voll verzerrt ist. Die Grundfrequenzen, in denen Bass und Fülle stecken, kommen heil durch die ganze Kette, und obendrauf wachsen die Obertöne. Daher die süße, singende Zerre ohne Matsch.
Im SLO-100 stecken fünf 12AX7, in jeder zwei Trioden in einem Glaskolben, also zehn Stufen. Gänge sind davon aber nur vier. Die übrigen sechs haben andere Aufgaben. Eine gibt es nur im Clean-Kanal. Zwei Kathodenfolger puffern den Effektweg und die Klangregelung, damit diese das Signal nicht belasten. Eine weitere holt die Verstärkung zurück, die der Effektweg geschluckt hat. Die letzten beiden bilden die Phasenumkehrstufe, die die Endstufe ansteuert.
Jetzt zum Maßstab. In einem alten Fender Twin oder einem Marshall Plexi ist der Signalweg von der Eingangsbuchse bis zur Endstufe kurz: wenige Röhrenstufen, wenig Spannungsverstärkung. Im SLO-100 liegt die mögliche Spannungsverstärkung über einer Million. Beim Anschlag liefert der Tonabnehmer etwa ein Volt, manchmal etwas mehr, aber eine Million Volt am Ausgang gibt es nicht: Die Röhren gehen ins Clipping und schneiden das Signal an ihrer Grenze ab.
Dasselbe Clipping macht das Sustain. Solange die Saite laut klingt, schneiden die Röhren das Signal auf einem Pegel ab. Der Ton klingt aus, das Clipping wird weniger, aber die Lautstärke am Ausgang sinkt kaum. Deshalb hält der SLO einen Ton fast endlos, bis das Signal der Saite unter die Clipping-Schwelle fällt. Erst dann klingt der Ton wirklich aus.
Der zweite Trick sitzt am Eingang. Die dicken Basssaiten liefern ein stärkeres Signal als die dünnen, bringen die Stufen früher ins Zerren und werden stärker komprimiert, und der Bass geht verloren. Deshalb nimmt Soldano schon am Eingang etwas Verstärkung in den Tiefen weg und gibt in den Höhen etwas dazu. Bei den letzten Stufen kommt das Signal von unten bis oben gleichmäßig an, und die tiefen Töne werden nicht von der Zerre erdrückt. Soldano gibt offen zu, dass er nicht der Einzige ist, der das macht.
Die Endstufe des SLO-100 ist dagegen klassisch: die gute alte Western-Electric-Schaltung, dieselbe wie im Fender Bassman und in Marshalls. Der Ton entsteht in der Vorstufe, und genau dort hat Soldano seine eigenen Ideen hineingesteckt. Insgesamt entwickelte er den SLO-100 etwa vier Jahre lang und stimmte ihn nach Gehör ab.
Soldano hat nur einen Maßstab für Erfolg: Transparenz. Eine Telecaster über einen SLO soll nach Telecaster klingen, eine Strat nach Strat, eine Les Paul nach Les Paul, auch wenn der Gain-Regler voll aufgedreht ist. Mit einem cleanen Amp ist das leicht, mit High-Gain schwer. Deshalb sind die Stufen des SLO darauf ausgelegt, zusammenzuarbeiten: Jede macht ein bisschen, und keine erstickt die Gitarre.
Daher auch der Name: Super Lead Overdrive. Der Overdrive steckt im Amp selbst, ein Pedal für High-Gain braucht er nicht.
Kapitel sechs. Vom SLO-100 zum X88R
Und dann passierte etwas technisch besonders Interessantes.
Ende der 1980er entwickelten sich große Gitarren-Racksysteme rasant. Die Stars nutzten getrennte Preamps, Endstufen, Switcher, Hallgeräte und Delays.
Bob Bradshaw, der bekannte Entwickler solcher Systeme, schlug Soldano vor, einen dreikanaligen Rack-Preamp zu bauen.
So entstand um 1988 der Soldano X88R.
Die Idee war, drei verschiedene Klangcharaktere zu vereinen:
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Einen Cleansound im Stil eines Fender Twin.
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Crunch im Stil eines modifizierten Marshall.
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Lead mit der typischen Zerre des SLO-100.
Diese Geräte wurden ein wichtiger Teil professioneller Racksysteme, unter anderem bei Steve Lukather.
Vom X88R stammt die heutige Reihe der Soldano-Rack-Preamps ab, der X88-IR eingeschlossen. Er ist nicht einfach noch ein Amp mit berühmtem Namen, sondern die Fortsetzung einer Konstruktion, die aus der frühen Ära professioneller Gitarren-Racksysteme gewachsen ist.
Kapitel sieben. Was wurde aus Mike?
Soldano wurde nie Chef eines riesigen Konzerns.
Sein Geschäft blieb über Jahrzehnte eine kleine Spezialfirma.
2010 zum Beispiel beschrieb Seattle Business die Soldano-Werkstatt, in der Mike mit nur drei Mitarbeitern arbeitete. Damals baute die Firma etwa 250 Amps im Jahr.
2019 verkaufte Soldano die Firma an Boutique Amps Distribution und blieb als Konstrukteur tätig.
Im Grunde gab er die kaufmännische Seite an eine andere Firma ab und machte selbst weiter mit dem, was ihn von Anfang an interessiert hatte: Amps entwickeln.
Und Musik machen. 2014 spielte er in zwei Bands, Los Peligrosos und The Kings of Outlaw Country, in der zweiten Pedal-Steel-Gitarre. 2015 spielte er Leadgitarre in der Seattler Band The Industry People und nahm mit ihr den Song Rock & Roll Needs a Broom auf. Mit dieser Band ist er auch auf dem Foto am Anfang des Artikels. Er spielt bis heute.
Epilog. Ein Gitarrist, dem ein Sound fehlte
Diese Geschichte hat eine wunderbare Symmetrie.
Als junger Mann hörte Mike das Solo von Eric Clapton und beschloss, E-Gitarre spielen zu lernen. Er kaufte einen Amp, der ständig kaputtging. Er lernte, ihn zu reparieren. Dann, ihn umzubauen. Dann, ganz neue zu konstruieren.
Etwa elf Jahre später bestellte Eric Clapton persönlich einen Amp bei Mike Soldano.
Dabei wollte Soldano gar keinen neuen Industriestandard schaffen. Er war ein Gitarrist, dem der Klang der vorhandenen Amps nicht gefiel.
Das ist einer der spannendsten Züge der frühen Boutique-Bewegung: Entwickler wie Soldano wollten nicht noch ein historisches Modell mit der Aufschrift „Legendary Tone“ nachbauen. Sie wollten den Sound bauen, der ihnen selbst fehlte.
Und manchmal kam es so, dass danach die ganze Musikbranche für diesen Sound Schlange stand.
Auf unserer Website ist Soldano mit dem kostenlosen Plugin CatpitAmp und den NAM-Captures des X88-IR vertreten.
Quellen
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Interview: Mike Soldano über Armut, Amerika und Amps, Amazona (2021)
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The Legend of the Soldano Super Lead Overdrive, Legendary Tones (2016), auf Englisch
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Rocking the World, Queen Anne & Magnolia News (2014), auf Englisch
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Interview mit Michael J. Soldano, IK Multimedia (2011), nachgedruckt auf Rig-Talk, auf Englisch
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The Industry People, Rock & Roll Needs a Broom (2015), Bandcamp-Seite der Band, auf Englisch
Foto am Anfang des Artikels: Patricia Lockeman-Young, von der Bandcamp-Seite der Band The Industry People.